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title: "CLIP-no-screening"
canonical: "https://dokucenter.yuutel.at/space/Dokucenter/2238489577/CLIP-no-screening"
format: markdown
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## ⚙ Problem

Wozu dient das Feature CLIP-no-screening und warum funktioniert es manchmal nicht?

## :light_bulb_on: Lösung

Das Feature ist ein Leistungsmerkmal in Telekommunikationsnetzen. Es dient zur Übermittlung einer Rufnummer, die nicht der Netznummer  entspricht. Als Beispiel sendet ein Teilnehmer, zusätzlich zur Netznummer eine Support Hotline Rufnummer (z.B.+43 800 123456) die beim Angerufenen angezeigt werden soll.

Bei SIP fähigen Endgeräten (VoIP Telefonie) spricht man im Falle der Netznummer von der “P-Assterted-Identity” (PAI) und der “User Provided Number” (=Nummer die angezeigt werden soll).

## 🔧 Ausführliche Lösungsbeschreibung

In Telekommunikationsnetzen wird zwischen der Netznummer (PAI) und der User Provided number unterschieden.

> ✅ Durchläuft ein Anruf mehrere Netzbetreiber werden im Idealfall beide Nummern weitergegeben.

Für Telekom Unternehmen hat die Netznummer besondere Wichtigkeit zur korrekten Abrechnung der Anrufe und dem korrekten Routing.

Für die Teilnehmer hat oftmals die User provided number hohe Relevanz um bspw. anzuzeigen wer der Teilnehmer ist oder in wessen Auftrag man telefoniert.

> ⚠️ In einzelnen Fällen kann es vor kommen, dass einer der Verbindungsnetzbetreiber NICHT die User Provided Number übermittelt. Ergebnis ist dann, nur die Netznummer des Anrufers kann am Ziel Display angezeigt werden.

Die Abbildung zeigt einen Teilnehmer (links), der ein Handy im öffentlichen Telefonnetz anruft.

> Macro (drawio)

Beteiligte Komponenten:

- Der Apparat des Teilnehmers mit der Durchwahl (DW) 100
- Die Telefonanlage (PBX) des Unternehmens
- Der Anschluss ans PSTN durch einen Netzbetreiber. Dem Anschluss selbst ist durch den  Anschlussnetzbetreiber die Wiener Netznummer +4311234567 (PAI) zugeordnet. Sie ist unveränderbar.
- Die Verbindungsnetzbetreiber 1…n die den Call bis zum Handy weiter verbinden.
- Der Zielanschluss im österreichischen Mobilfunknetz: +436648888888


Im folgenden Beispiel ruft der Teilnehmer 100 das Handy an, ohne dabei seine Nummer zu unterdrücken (CLIP). Ergebnis ist, man sieht die Teilnehmernummer und DW am Handy.

> Macro (drawio)

Unterdrückt der Teilnehmer seine Nummer NICHT (CLIP), wird am Handy Display seinee Nummer angezeigt.


> ℹ️ Die Anschlussnummer des Anrufers (PAI) wurde jedenfalls in beiden Fällen durch alle Netze hindurch sehr wohl übertragen, mit der Markierung “Unterdrückt”.


Im folgenden Beispiel ruft der Teilnehmer 100 das Handy an, ohne dabei seine Nummer zu unterdrücken (CLIP) und  sendet als User provided number eine Kunden Support Hotline +43800123456.

> Macro (drawio)

Die Hotline Nummer ist am Handy Display zu sehen.

Gründe warum die Hotline Nummer nicht zu sehen ist, aber können sein:

- Die PBX sendet die Hotline Nummer in einer anderen Einstellung, als der Anschluss es erwartet.
- Die von der PBX übertrage Hotline Nummer ist am Anschluss nicht eingetragen und somit ungültig.
- Die von der PBX übertrage Hotline Nummer ist eine für abgehende Gespräche unerlaubte Mehrwertnummer wie zum Beispiel: +43900123456.
- Am Anschluss selbst ist das Feature CLIP-no-screening vom Anschlussnetzbetreiber aus deaktiviert.
- Einer der Verbindungsnetzbetreiber 1…n verarbeitet beim Verbinden nur die Netznummer (PAI), nicht aber die User provided number. Sie geht also “am Weg verloren”.


> 📝 Spezialfall CLIR
> 📝 
> 📝 Unterdrückt der Teilnehmer seine Nummer (CLIR), wird am Handy Display gar keine Nummer angezeigt sondern: “Anonymer Anruf” oder “Unbekannter Anrufer” oder “Private Nummer”.