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title: "yuuphone Anforderungen an den Kundenstandort"
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Christian Rupitsch, Version 1.5, 17.10.2022

# Allgemeines

Vor dem Installationstermin der yuuphone Hardware (Telefone, Analog-/Fax-Adapter) müssen Sie zur Sicherstellung der einwandfreien Funktion und der reibungslosen Inbetriebnahme Ihre LAN-Infrastruktur entsprechend vorbereiten bzw. anpassen. Die folgende Beschreibung richtet sich an Ihr Unternehmen insbesondere an Ihren Netzwerkverantwortlichen.

# Anbindungsvarianten

<span style="color: #000000">Um einen störungsfreien Betrieb  des VoIP Dienstes zu gewährleisten, stellt yuutel einen eigenen VoIP-Anschluss bereit. Der an Ihrem Standort installierte Router bzw. der Anschluss auf diesem gilt hier als Übergabepunkt der Netzwerkkommunikation des Dienstes in das Kundennetz. An diesen Anschluss können Sie die VoIP-Endgeräte in verschiedenen Varianten anschließen. Alternativ ist auch eine Anbindung ohne yuutel VoIP-Anschluss möglich.</span>

## Empfohlene Anbindungsvarianten

**Variante A:**        <u>Getrennte Infrastruktur mit eigenem LAN Switch für die VoIP Hardware.</u>

In dieser einfachen und robusten Variante wird Ihre bestehende Netzwerk-Infrastruktur nicht verändert. Die Installation der Telefone läuft parallel zu Ihrer IT-Umgebung auf einer eigenen Verkabelung. Wechselwirkungen sind somit ausgeschlossen.

*Hinweis: Softclients mit VoIP Funktion (Desktop Operator/Communicator) können hier nicht eingesetzt werden.*

**Variante B:**         <u>Getrennte Infrastruktur mittels VLAN</u>.

In dieser Variante wird anstelle des eigenen LAN-Switches aus Variante A ein getrenntes, unabhängiges, nicht anderweitig verwendetes Virtual-LAN (VLAN) an Ihrem VLAN-fähigen, bestehenden LAN-Switch verwendet. Bitte beachten Sie, dass es keine IP-Verbindung zwischen dem VoIP-VLAN und Ihrem LAN gibt. *Hinweis: Softclients mit VoIP Funktion (Desktop Operator/Communicator) können hier nicht eingesetzt werden*.

**Variante C:**         <u>Gemeinsame Netzwerk Infrastruktur</u>.

In dieser Variante wird der VoIP-Router mit Ihrem Router oder Ihrer Firewall verbunden. Die VoIP-Endgeräte befinden sich in Ihrem LAN und sind in diesem auch von jedem Arbeitsplatz erreichbar. Ihre Firewall muss über einen eigenen Anschluss mit dem VoIP-Router verbunden werden. In Richtung dieses Gateways <span style="color: #333333">muss diese Firewall IP-Netze,</span> wie im Anhang genannt, über diesen Anschluss routen. Umgekehrt muss der VoIP-Router im LAN mit den IP-Adressen 192.168.x.0/24, sowie die Plattform IP-Adressen (siehe Anhang) in Ihrem LAN erreichbar sein. Um Softclients (Desktop Operator, Desktop Communicator) und VoIP-Telefone betreiben zu können, wird die hier beschriebene Variante benötigt. Diese ermöglicht die Netzwerkkommunikation aus Ihrem LAN zum VoIP-Netz.

Die Verkabelung inkl. Patchkabel, die LAN Switches sowie dessen Konfiguration muss von Ihnen in allen Varianten bereitgestellt werden.

## Variante A: Getrennte Infrastruktur mit eigenem LAN Switch

![image](media://a2d2be78-2421-4c3b-8f40-791fe36fbf0a)

## Variante B: Getrennte Infrastruktur mittels VLAN

![image](media://c1f04054-2593-4463-95fc-cb7f08e42582)

## Variante C: Gemeinsame Netzwerk Infrastruktur

![image](media://e25ae332-6c26-4389-885d-0be58b7ab4eb)

## Sonderfall PC hinter VoIP-Telefon

In Sonderfällen ist es durch Einschränkungen in der Verkabelung notwendig, den PC des Arbeitsplatzes hinter das Telefon zu hängen und somit einen Netzwerk-Anschluss einzusparen. Diese Konfiguration ist nur mit Variante B und C möglich.

Es gilt hier einige Besonderheiten zu berücksichtigen:

- Das Switchport an dem das Telefon angeschlossen ist, muss mit dem VoIP-VLAN konfiguriert werden (tagged, 802.1q).
- Das PC-LAN läuft native auf diesem Port.
- Wir empfehlen LLDP-MED mit VoIP-VLAN Konfiguration, um das Telefon entsprechend in das VoIP-VLAN zu bringen.
- Das Telefon meldet sich als „Voice“-Endgerät (LLDP-MED).
- Bei Bedarf kann der Switchport von yuutel zentral freigeschaltet werden.
- Alternativ kann nur eine manuelle Konfiguration durchgeführt werden, die bei jedem Telefontausch wiederholt werden muss.

![image](media://7ab03fce-2dcc-4878-8788-5ab2eed59fec)

## Anbindungsvariante ohne <span style="color: #000000">yuutel</span> VoIP-Anschluss

In dieser Variante nützen Sie zur Telefonie Ihren eigenen Internet Serviceprovider (ISP) bzw. dessen Leitung(en) und yuutel stellt keinen VoIP-Anschluss zur Verfügung. Das LAN-Management für VoIP liegt in Ihrer Verantwortung. Dieses erstreckt sich vom Client (Tischapparat, SoftClient) über Switches, Firewall bis zur Internetleitung. Die Anforderungen an Ihr Netzwerk sind im nachfolgenden Kapitel näher beschrieben. <span style="color: #000000">yuutel kann in diesem Fall</span>, mangels Zugriffsmöglichkeiten, keinen Support bei Störungen und Qualitätsproblemen übernehmen, lediglich Hinweise zur Störungsfindung geben.

Darüber hinaus gilt:

- Sie müssen halbjährlich den Adressnachweis eines physischen [Netzabschlusspunktes](https://yuutel.atlassian.net/wiki/spaces/Dokucenter/pages/2239562097) erbringen. Dieser wird von <span style="color: #003366">yuutel </span>elektronisch von Ihnen angefordert. Der Nachweis kann etwa durch eine Rechnung Ihres ISP`s erfolgen: Kundenname, Adresse, fixe IP-Adresse am Standort.
- Sie nehmen Einstellungen im Netzwerk zur SIP-Signalisierung aber auch Software (z.B.: Virenscanner) und Sprachübertragung (RTP) selbst wahr. Siehe auch Quality of Service.
- VPN Tunneling von Ihrem Standort über das Internet bis zum <span style="color: #ff285a">yuuphone</span> System wird von yuutel generell nicht unterstützt.

Bitte halten SIe folgende Richtwerte ein, um VoIP-Sprachtelefonie ohne Qualitätsproblemen führen zu können_

- Average PING Zeit < 20 Millisekunden
- Average Jitter < 10 Millisekunden
- Packet Loss 0%
- MOS Wert muss über 4,0 betragen

# Zusätzliche Anforderungen an das Netzwerk

## Firewall Regeln

Ihre Firewall soll jeglichen Verkehr von der „Inside“ (Kunden-LAN) zur VoIP-VPN „Outside“ (Plattform) erlauben. Die VoIP-VPN „Outside“ kann auf die im Anhang genannten IP-Netze eingeschränkt werden.

Um die Unterstützung für Path MTU Discovery (PMTU) zu gewährleisten, müssen unbedingt alle ICMP Nachrichten, vor allem „ICMP cannot fragment“, von der Firewall in beide Richtungen durchgelassen und geroutet werden.

Bei UDP ist darauf zu achten, dass der UDP Timeout größer als 120 Sekunden eingestellt ist.

Die Firewall Regeln sind:

„Inside“ -> yuuphone Plattform Subnet: Any IP protocol (ICMP, UDP, TCP)

yuuphone Plattform Subnet -> “Inside”: ICMP

Sollten Ihre Security Anforderungen dies nicht erlauben, sind die verwendeten Ports und Protokolle im Anhang aufgeführt. Bei Fehlverhalten ist jedoch diese einfache Regel zu installieren, um Probleme auf der Firewall auszuschließen!

Es ist zwingend erforderlich, dass Ihre Firewall keine wie auch immer gearteten Manipulationen durch Deep Inspection oder andere Mechanismen (Application Layer Gateway) an den Protokollen SIP und HTTP vornimmt. D.h. SIe müssen die nachstehenden Mechanismen (oder andere ähnliche) zumindest für das LAN, in dem sich die VoIP-Telefone befinden, deaktivieren:

- Deep Inspection
- UDP Port Hopping
- SIP Awareness / SIP NAT Support / SIP ALG
- HTTP Content Filtering

## Verwendete IP-Adressen

Im Netzwerk werden private IP-Adressen aus dem Bereich 192.168.x.y vergeben. Wobei x in der default Konfiguration 2 ist.

Das Verbindungsnetz zwischen Ihrer Firewall und VoIP-Router wird standardmäßig mit den IP-Adressen 192.168.x.0/24 konfiguriert. Falls dieses Subnet bereits in Verwendung ist, wird nach Rücksprache ein anderes Subnet konfiguriert.

Das Ethernetport des VoIP-Routers darf nicht direkt mit Ihrem LAN verbunden werden, da der VoIP-Router ebenfalls IP-Adressen via DHCP auf diesem LAN vergibt (DHCP Server) und damit Konflikte mit Ihrer Infrastruktur entstehen.

Der<span style="color: #333333"> </span>yuuphone<span style="color: #333333"> </span>VoIP-Router ist standardmäßig mit der IP-Adresse 192.168.x.1 konfiguriert.

Ihre Firewall muss mit der IP-Adresse 192.168.x.250 konfiguriert werden. Für redundante Firewall-Konfigurationen stehen auch die IP-Adressen 192.168.x.252 und 192.168.x.254 nach Rücksprache zur Verfügung.

## Switched LAN-Umgebung (< 30 bis 50 Arbeitsplätze)

Dies betrifft Kundenstandorte mit flacher Netzwerkinfrastruktur, in der Regel mit weniger als 30‑50 Arbeitsplätzen. Das heißt, es ist ein LAN-Segment vorhanden, in dem alle Arbeitsplatz-PCs in einem IP-Subnet hängen. Die Server des Standortes liegen entweder auch in diesem Subnet oder in einer durch eine Firewall oder einen Router getrennten Zone.

Wir empfehlen Ihnen, die VoIP-Endgeräte ebenfalls im LAN-Segment der Arbeitsplatz-PCs unterzubringen. Bitte berücksichtigen Sie dabei folgende Anforderungen:

- Ein DHCP Server muss vorhanden sein: Die Telefone benötigen einen DHCP Server, der ihnen dynamische IP-Adressen zuweist.
- DHCP Server Lease Times und ausreichend IP-Adressen: Ein DHCP Server muss ausreichend IP-Adressen zur Verfügung stellen. Die Lease Time muss entsprechend angepasst werden, um Leases von Endgeräten, die nur kurzfristig im LAN angeschlossen werden, wieder zu entfernen, bevor alle IP-Adressen vergeben sind.
- DHCP Server Options: Je nach eingesetzter Hardware (SNOM Unify, Cisco SPA) sind unterschiedliche DHCP Server Optionen wünschenswert (siehe Anhang). Können diese nicht verwendet werden (weil sie bspw. für andere Zwecke genutzt werden), so sollten die Geräte direkten Zugang zum Internet via HTTP und HTTPS haben.
- Eigene LAN-Verkabelung zu den VoIP-Endgeräten: Wir empfehlen, eine eigene LAN-Verkabelung zu den Telefonen bereitzustellen. Optional können die Telefone auch vor die Arbeitsplatz-PCs geschaltet werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nicht bei allen VoIP-Telefonen eine Gigabit Unterstützung gegeben ist.
- Ist der Arbeitsplatz-PC mit 100 Mb/s oder weniger (über ein Telefon) angebunden, ist eine QoS Unterstützung mittels COS im LAN-Switch zwingend erforderlich. Sollte der LAN-Switch nicht mittels DSCP und/oder TOS Werten die Priorisierung am Teilnehmer-Port vornehmen können, ist ein eigenes VLAN für die VoIP-Endgeräte notwendig (siehe nachstehende QoS Anforderungen).
- Broadcasts mit hoher Bandbreite nur bei durchgängiger Gigabit Infrastruktur: Werden Applikationen im Kunden-LAN eingesetzt, die über Broadcasts (oder Multicast ohne IGMP Unterstützung in den Switches) kommunizieren (bspw. Video Streaming), müssen diese Broadcasts in einem vom VoIP-Verkehr getrennten VLAN separiert werden, um nicht auf Ports mit geringer Bandbreite den VoIP-Verkehr zu blockieren.
- Eine IP MTU Size von 1500 Byte ist durchgängig zu gewährleisten.
- Switches müssen auf den Ports eine korrekte automatische Erkennung von Duplex und Speed durchführen. Die VoIP-Endgeräte sind auf auto/auto konfiguriert.
- Traffic Shaper dürfen den VoIP-Verkehr nicht beeinträchtigen bzw. benachteiligen. Somit darf kein „Shaping“ appliziert werden und im Besonderen keine „Policy“ (Packet Drops bei Rate Limit Überschreitung) verwendet werden. Bei Einsatz eines Shapers ist eine Priorisierung ohne Begrenzung für VoIP-Signalisierung und Media zwingend erforderlich.

## LAN-Umgebung (> 50 Arbeitsplätze)

Dies betrifft Kundenstandorte mit vielen Arbeitsplätzen, die auf mehrere LAN-Segmente verteilt sind und ein Layer 3 Router diese Segmente miteinander verbindet.

Grundsätzlich gelten hier die gleichen Anforderungen wie in flachen Netztopologien (siehe oben). Eine zusätzliche Anforderung ist, dass der Router zwischen den Segmenten eine ausreichende Performance aufweist, um kleine Pakete (RTP) routen oder switchen (Layer 3 Switch) zu können. Bei Anschluss-Bandbreiten kleiner 1 Gb/s des Routers an die LAN-Segmente muss eine Priorisierung der VoIP-Pakete, zumindest der TOS5 (DSCP 184=EF und 160=CS5) markierten Pakete, erfolgen.

## VoIP-VLAN

Alternativ kann bei größeren Installationen auch ein eigenes VoIP-VLAN in einer reinen Switching Infrastruktur aufgespannt werden, wobei hier die Anforderungen der „Switched LAN Umgebung“ zum Tragen kommen (siehe oben). Werden dabei Telefone zwischen PC und Switch geschaltet (VoIP VLAN tagged), können aktuell nur Hardphones in dieses VLAN aufgenommen werden. Softphones auf den Arbeitsplatz-PCs unterstützen kein VoIP-VLAN tagging.

**VoIP-VLAN Zusatzanforderungen**

Wird ein VoIP-VLAN vorgesehen und dieses als tagged VLAN ausgeführt (Telefon zwischen PC und Switch ohne eigene Verkabelung), müssen Sie beachten, dass für die Funktion der automatischen Provisionierung ein Hardphone auch im regulären VLAN des Arbeitsplatz-PCs einen Zugang zum Internet via HTTP und HTTPS (ohne HTTP(S) Proxy) benötigt oder mit entsprechenden DHCP Settings (siehe Anhang) versorgt wird. Dies ist nur für die initiale Provisionierung (und nach gegebenenfalls erforderlichem Factory Reset des Hard Phones) notwendig. Hat das Hardphone einmalig den Config Server (via HTTP(S)) erreicht, so erfolgt die weitere Provisionierung und auch der Regelbetrieb über das VoIP-VLAN. Dies gilt es in Ihren Firewalls und Routern zu berücksichtigen.

Bitte beachten Sie beim Einsatz eines VoIP-VLANs, dass End2End, eine IP MTU Size von 1500 Byte, verfügbar ist und Switching Equipment keine Pakete aufgrund zu großer Paketlänge verwirft!

Es wird nur VLAN Tagging nach IEEE 802.1Q unterstützt.

## Quality of Service (QoS) Funktionen im LAN-Switch

Um die Qualität im LAN sicherzustellen, gibt es zwei Methoden:

- Ausreichend Bandbreite: Wird die komplette Infrastruktur Ihres Standortes durchgängig mit Gigabit LAN umgesetzt, ist keine weitere QoS Unterstützung gefordert, aber dennoch  empfohlen.
- QoS Unterstützung und saubere Konfiguration der PC Clients: Die LAN-Infrastruktur und die eingesetzten Layer 3 Switches müssen DiffServ Code Points (DSCP) von Endgeräten vertrauen (DSCP trusted) und diese in Class-of-Service (COS) übernehmen.

Wird QoS/CoS Unterstützung in den LAN-Switches konfiguriert, so sind folgende DSCP / TOS Werte in die Priority Queues der LAN Switches einzuordnen und „normale“ PC Clients derart zu konfigurieren, dass diese nicht „unbeabsichtigt“ Datenverkehr mit diesen DSCP Werten versenden:

<u>RTP Traffic</u>: DSCP 184 (dec) / 46 (0x2E) / EF und DSCP 160 (dec) / 40 (0xa0) / CS5 (mapped into CoS 5) matching to Strict Priority Queue

<u>VoIP Signalling</u>: DSCP 128 (dec) / 32 (0x20) / CS4 und 136 (dec) / 34 (0x22) / AF41 (mapped into CoS 4) matching to non-default queue

Wird RTP Verkehr in die Strict Priority Queue eingeordnet, so ist zu beachten, dass manche Hersteller diese mit 1/25 der Linkbandbreite limitieren (bspw. 4Mb/s bei 100 Mb/s). Dies muss berücksichtigt werden, wenn mehr als 40 VoIP-Endgeräte über einen 100 Mb/s oder 4 Geräte über einen 10Mb/s Link angebunden werden (Use Case: Default Setting bei Verwendung von Cisco „mls qos“ in Enterprise Switches).

LAN QoS Anforderungen (RoundTripDelay, Jitter, Packet-Loss): < 10 ms / < 10 ms / < 0.25% (ohne Packetization Delay, reine Round-Trip Time)

**Einstellung bei Verwendung eines Faxgerätes**

- Faxgeräte müssen auf eine maximale Geschwindigkeit von 14.400 bps (V.17) eingestellt werden.
- Stellen Sie den Faxübertragungsmodus von „Schnell“ auf „Sicher“.
- Deaktivieren Sie den ECM (Error correction mode).
- Bitte beachten Sie, dass nur das MFV (Mehrfrequenzwahlverfahren) unterstützt wird (kein Impulswahlverfahren).

> ⚠️ Wenn Sie ein Faxgerät verwenden, das 33.600 bps (V.34) verwendet , kann kein störungsfreier Betrieb gewährleistet werden.

Bei größeren Multifunktionsgeräten verständigen Sie bitte den jeweiligen Servicetechniker des Gerätes, damit dieser die jeweils optimalsten Parameter für VoIP-Telefonanlagen einstellen kann. Diese sind je nach Hersteller und Type unterschiedlich und benötigen meist den Zugang zu einem speziellen Wartungsmenü am Gerät.

# Anhang

## Plattform-Kommunikation (IP-Adressbereiche und Ports)

Generell empfehlen wir folgende Portranges für **193.84.65.0/24 und 91.237.65.0/24** frei zu geben:

|  |  |  |
| --- | --- | --- |
| **IP** | **Protokoll/Port** | **Beschreibung** |
| 193.84.65.0/24  
91.237.65.0/24 | TCP:443 (HTTPS) | Endgeräte Auto-Provisionierung, Web Portal |
| TCP:80 (HTTP) | Endgeräte Auto-Provisionierung und allgemeine Dienste |
| TCP:18443 (HTTPS) |
| UDP:69 (TFTP) |
| UDP:53 (DNS) |
| UDP:123 (NTP) |
| TCP:636 (LDAPS) | LDAP Telefonbuch |
| TCP:5222 (XMPP) | Instant Messaging Dienst (Chat) |
| TCP:9091 (XMPP Files) |
| UDP:5082 (SIP)  
TCP:5082 (SIP) | VoIP Signalisierung und Media |
| TCP: 5061 (SIPS) |
| UDP/TCP:5083 (SIP) |
| UDP/TCP:5075 (CSTA) |
| RTP: 10000-65535(Media) |

> ⚠️ Da sämtliche Endgeräte die Funktion “Direct RTP” verwenden (der Voice-Stream geht direkt von Client zu Client), muss sichergestellt werden, dass Funktionen wie “IP-Isolation” nicht aktiviert ist bzw. das Subnetze per Routing direkt erreichbar sind.

### Softclients Desktop und Callcenter

Folgende Systemanforderungen sind zu erfüllen:

|  | Minimum | Empfohlen |
| --- | --- | --- |
| CPU | 1.6 GHz Intel Pentium oder kompatibel | 2.0 GHz Intel Core i3 oder kompatibel |
| Arbeitsspeicher (RAM) | 1024 MB | 2048 MB |
| Dekstop Grafik | 800x600 | 1366x768 |
| Callcenter Grafik | 1024x768 |
| Audiosystem | Standard Windows Soundsystem | USB-Headset |
| Netzwerk | 100 Mbit Ethernet, QoS settings für VoIP-Betrieb empfohlen |
| Benötigter Festplattenspeicher | 200 MB |

  


Hinweis: Um die Kommunikation mit dem VoIP-Netz zu ermöglichen, muss eine Netzverbindung, wie in Variante C beschrieben, umgesetzt werden!

Unterstützte Betriebssysteme:

- Windows 7 SP1 32/64 Bit
- Windows 8 32/64 Bit
- Windows 10 32/64 Bit

*Terminal Server/Remote Desktop Services (TAPI-Service derzeit nicht unterstützt):*

- Windows Server 2008, 2008 RC 2, 2012, 2012 RC 2

Benötigte Sicherheits-Einstellungen:

- Zur Installation der Software unter Windows benötigen Sie Administrator-Rechte.
- Die Software muss das Netzwerk ausgehend benutzen dürfen und öffnet mindestens einen Netzwerkport.

Die Clients benötigen am Kunden-PC-Zugang zu folgende Ziele:

- Provisioning:        193.84.65.0/24: tcp/443(https)
- Telefonie/CSTA:  193.84.65.0/24: udp+tcp/5082(sip), tcp/5075(sip/csta), RTP-Media (udp/10000-19999)

## Quality of Service (QoS)-Einstellung unter Windows

Die QoS-Markierung von Netzwerk-Paketen ist unter Windows nur über die Gruppenrichtlinien möglich. Voraussetzung dafür ist, den PC in einer Windows-Domaine zu betreiben.

In den Einstellungen für richtlinienbasierte QoS der Gruppenrichtlinien für den Computer (lokal oder domainenweit) muss die Anwendung "DesktopControl.exe"  bzw. "DesktopOperator.exe" alle UDP Pakete mit DSCP 46 = EF (Expedited Forwarding) markieren.

Beispiel ***yuuphone*** Desktop:

![image](media://fee83951-b9d2-4f4c-80e6-ac700118ac47)

Die erweiterten QoS-Einstellungen gehören folgendermaßen gesetzt:

![image](media://2af89dac-4329-4b94-aabb-373ff5b4665e)

## Masseninstallation mittels MSI-Paket

Das MSI-Paket ist für eine Masseninstallation ohne Benutzeroberfläche gedacht.

Der einzige Parameter, welcher mit übergeben werden kann, ist das Installationsverzeichnis:

msiexec /i Yuutel.yuu.Phone.Desktop-vX.X.X.msi /qn APPDIR=”C:\Programme\yuutel\Yuutel.yuu.Phone.Desktop” ALLUSERS=1

**MSI Paket mit Logging**

msiexec /i Yuutel.yuu.Phone.Desktop-vX.X.X.msi /qn /log C:\install_ypd.log APPDIR=”C:\Programme\yuutel\Yuutel.yuu.Phone.Desktop” ALLUSERS=1

Als Sprache wird die Systemsprache hergenommen, die TAPi Schnittstelle wird automatisch mit installiert und das Outlook Plugin ebenso, jedoch nur wenn Microsoft Outlook am System gefunden wird.

## **Torsprechanlagen, Türöffner und automatische** **Schrankenanlagen **

Grundsätzlich können solche analogen Endgeräte über einen Analogadapter angeschaltet werden. Es werden ein freier analoger Port sowie ein eigener Teilnehmer mit Durchwahl benötigt. Über DTMF (Dual tone multi frequency) können Aktionen an das Endgerät übermittelt werden. Wenn das Endgerät SIP unterstützt, kann die Anschaltung alternativ auch direkt per SIP erfolgen. Der Übergabepunkt an den Kunden ist entweder das analoge Port des Analogadapters oder die SIP-Schnittstelle.

Sobald ein derartiges Endgerät angeschaltet werden soll, ist der technische Ansprechpartner zu kontaktieren. Das weitere Vorgehen wird dann mit Ihnen bzw. dem technischen Ansprechpartner in Ihrem Unternehmen abgestimmt. Etwaig notwendige Konfigurationsänderungen an dem jeweiligen Endgerät sind von Ihrem technischen Ansprechpartner durchzuführen.

## VPN-Verbindungen im Kunden-LAN

VPN-Verbindungen im Kunden-LAN sind nicht unterstützt!

Sind VPN-Verbindungen bereits mit entsprechender Qualität und Bandbreite im Einsatz, ist ein Betrieb von Telefonen grundsätzlich in Ihrer eigenen Verantwortung möglich. Bitte beachten Sie, dass Sie im Falle von Störungseinmeldung das Problem im yuuphone VoIP-LAN nachweisen müssen.

## DHCP Optionen für Telefone außerhalb des VoIP-LAN

Die notwendigen Basis-Einstellungen für die Telefone und Analogadapter werden vom Router automatisch im VoIP-LAN mittels DHCP verteilt. In Sonderfällen kann es vorkommen, dass Telefone direkt in Ihrem LAN betrieben werden müssen.

> ✅ Der DHCP Server muss mindestens die IP Adresse und einen gültigen NTP Server liefern, da eine HTTPS Verbindung verwendet wird!

Um auch hier eine automatische Provisionierung bei neuen Geräten, Gerätetausch oder Rücksetzen der Geräteeinstellungen zu ermöglichen, müssen nachstehende DHCP Optionen in jedem Netzbereich, in dem Telefone oder Adapter genutzt werden, vom jeweiligen DHCP Server bereitgestellt werden. Die Konfiguration obliegt hier dem Kunden selbst.

**DHCP Optionen für Cisco/Panasonic/Snom/YEALINK**

option boot-server code 66 = string;               # standard option 66  
option boot-filename code 67 = string;           # standard option 67

option boot-server "config.ipbx.at";  
option boot-filename "";

**DHCP Optionen für Unify OpenStage Telefone**

Unify OpenStage SIP-Telefone benutzen eine Vendor Specific Encapsulation in DHCP Option 43.

DHCP Option 43 fields:

- Option 01 (10 bytes): Magic-Code identifying Vendor-String = "Siemens" padded with 3 zeros: 53:69:65:6D:65:6E:73:00:00:00
- Option 02 (4 bytes): VLAN-Id in hexadecimal notation (e.g. 00:00:00:0a for VLAN 10)
- <span style="color: #333333">Option 03</span> (variable): DLS Server with FQDN (e.g. sdlp://config.ipbx.at:18443)

Beispiel ISC DHCPd:

option space OptiIpPhone;  
option OptiIpPhone.magic code 1 = string;  
option OptiIpPhone.vlanid code 2 = unsigned integer 32;  
option OptiIpPhone.dlsip code 3 = string;  
option OptiIpPhone.dls code 4 = string;

vendor-option-space OptiIpPhone;  
option OptiIpPhone.magic      53:69:65:6D:65:6E:73:00:00:00;   
                              # "SIEMENS\0\0\0"  
option OptiIpPhone.vlanid     0;  
option OptiIpPhone.dls        "sdlp://config.ipbx.at:18443";

Beispiel Cisco IOS:

ip dhcp pool my-voip  
   network 192.168.37.0 255.255.255.224  ! example!  
   default-router 192.168.37.1           ! example!  
   option 43 hex 010a.5369.656d.656e.7300.0000.0204.0000.0000.0421.7364.6c70.3a2f.2f63.6f6e.662e.6169.632e.742d.6d6f.6269.6c65.2e61.743a.3138.3434.33ff

DHCP Optionen für Cisco (Linksys) Analog terminal adapter (ATA)

option option-160 "http://em.ipbx.at/";  
option boot-server "config.ipbx.at";  
option boot-filename "";

## Anforderungen an den Power over Ethernet (PoE)-Switch

In den nachfolgenden Tabellen finden Sie die Mindestanforderungen an den PoE Switch.

PoE-Endgeräte

| <span style="color: #ff285a">Endgerät</span> | <span style="color: #ff285a">... mit Zusatzmodul(en)</span> | <span style="color: #ff285a">Power over Ethernet</span> | <span style="color: #ff285a">externe Stromversorgung</span> |
| --- | --- | --- | --- |
| <span style="color: #ff285a">Class 1</span> | <span style="color: #ff285a">Class 2</span> | <span style="color: #ff285a">Class 3</span> |
| OpenStage 15 | 0 oder 1 | x | - | - | - |
| OpenStage 40 | 0, 1 oder 2 | - | x | - | - |
| OpenStage 60 | 0, 1 oder 2 | - | - | x | - |
| OpenStage 40 G | 0 oder 1 | - | - | x | - |
| OpenStage 40 G | 2 | - | - | x | x (empfohlen) |
| OpenStage 60  
OpenStage 60 G | 0 oder 1 | - | - | x |  |
| OpenStage 60  
OpenStage 60 G | 2 | - | - | x | x (empfohlen) |
| Snom D745, D765 | 0, 1 oder 2 | - | - | x | - |
| Snom MP | 0 | - | - | x | - |
| Panasonic KX-TGP600 | 0 | x | - | - | - |
| Panasonic KX-HDV130 | 0 | x | - | - | - |
| Panasonic KX-HDV230 | 0 | - | x | - | - |
| Panasonic KX-HDV330/430 | 0 | - | - | x | x für Zusatzmodul |

## PoE-Leistungsklassen

Der IEEE 802.3af Standard legt fest, wie dafür vorgesehene Geräte mittels Ethernet LAN-Kabel (10/100Base-T) mit Spannung versorgt werden. Geräte, die PoE unterstützen, werden wie folgt in Klassen zur Leistungsaufnahme unterteilt:

| <span style="color: #ff285a">Klasse</span> | <span style="color: #ff285a">Klassifikationsstrom</span> | <span style="color: #ff285a">Max. Speiseleistung (PSE)</span> | <span style="color: #ff285a">Max. Entnahmeleistung (PD)</span> |
| --- | --- | --- | --- |
| 0 | 0 - 4 mA | 15,4 W | 0,44 - 12,95 W |
| 1 | 9 - 12 mA | 4,0 W | 0,44 - 3,84 W |
| 2 | 17 - 20 mA | 7,0 W | 3,84 - 6,49 W |
| 3 | 26 - 30 mA | 15,4 W | 6,49 - 12,95 W |
| 4 | 36 - 44 mA | 25,5 W | 12,95 - 21,90 W |

Quelle: diverse technische Webseiten